Verunglimpfung des Freiheitssymbols beweist mangelnde Geschichtskenntisse.
Wie bei nahezu jeder Angelobung neu gewählter FPÖ-Mandatare können sich auch beim Linzer Gemeinderat linke Kreise plumpe Angriffe auf das freiheitliche Symbol der blauen Kornblume nicht verkneifen. Wer die Kornblume völlig haltlos als „Nazi-Symbol” verunglimpft, beweist mangelnde Geschichtskenntnisse. Als Blume der Romantik wurde sie seit 200 Jahren von Dichtern besungen, von Malern porträtiert und als Dekor von Porzellan-Manufakturen verewigt. „Politisch ist die Kornblume ein Symbol für das Dritte Lager und die Freiheitsbewegung von 1848, in deren Tradition die FPÖ noch heute steht”, erklärte dazu der Linzer FPÖ-Stadtrat Detlef Wimmer. „Dafür, daß die relevante Geschichtsschreibung für bestimmte Kreise erst mit den Weltkriegen beginnt, können wir nichts.”
Sprichwörtlich „durch die Kornblume gesagt”, kann dieses zarte Gewächs allein deshalb nicht in Zusammenhang mit dem NS-Regime gesehen werden. Zu keinem Zeitpunkt wurde im Zeichen der Kornblume Gewalt ausgeübt. Umgekehrt wurde Gewalt der Kornblume von Anhängern der 1968er-Bewegung angetan, als Studenten in Berlin skandierten: „Schlagt die Germanistik tot, färbt die blaue Blume rot!” – Dieselbe Kornblume ist übrigens das Symbol der Liberalen Partei in Schweden, die in den 70er-Jahren sogar das Regierungsoberhaupt stellte. Zuletzt widerlegt auch ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit die unsinnigen Behauptungen vom linken Rand des politischen Spektrums. „Die angeblich so böse Kornblume zierte erst im September 2009 – unmittelbar vor den Landtagswahlen – als Hintergrundbild die offizielle Internetseite des Landes Oberösterreichs (www.ooe.gv.at/)”, stellte Wimmer fest.
„Nach ewiggestrigem linkem Denkmuster müßte es sich dabei um einen Versuch handeln, NS-Symbolik zu verbreiten”, kritisierte der Linzer Stadtrat. „Das wird aber kein vernünftiger Mensch dem schwarz-grün regierten Land Oberösterreich unterstellen. Die blaue Kornblume ist entgegen mancher Hetze also doch nur eine harmlose Pflanze, der sowohl Freiheitliche als auch Andersdenkende optisch und symbolisch einiges abgewinnen können.”